Expositions à l'étranger
International exhibitions
Internationale Ausstellungen

 Brücke im Himmel
  OK, Linz (Österreich). 13.05 - 16.10.2011

Pressmitteilung

 

 

Projektleitung: Rainer Jessl
Kuratorenteam: Genoveva Rückert, Julia Stoff, Martin Sturm, Rainer Zendron
Außenstellen: Kunstsammlung des Landes OÖ, Parkbad, Power Tower Energie AG, OÖ Landesgartenschau Ansfelden 2011

 

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ 2007 - 2013 aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie aus Mitteln des Landes OÖ gefördert.

 

Das OK Offenes Kulturhaus und seine Partner setzen mit HÖHENRAUSCH.2 erneut einen Meilenstein. Neben dem Ausstellungszentrum im OK und auf den Dächern der Innenstadt ist ein breites Netzwerk an Partnern an der Konzeption und Umsetzung dieses Großprojektes beteiligt.

Mit insgesamt 51 Künstlerinnen und Künstlern aus 17 Nationen wurden 46 Kunstprojekte realisiert, die zum Teil ortspezifisch neu produziert wurden. Im Mittelpunkt steht die emotionale Erlebnisqualität künstlicher Naturereignisse: Die Ausstellung inszeniert die Phänomene „Luft“ und „Wasser“ in einem urbanen Umfeld. Atmosphärisch gestimmte Installationen lassen künstlerische Erlebnisräume entlang des Parcours entstehen.

 

Zum Auftakt bringt Žilvinas Kempinas Magnetbänder mit Ventilatoren zum Fliegen; daneben rauschen Rúrís 52 isländische Wasserfälle als Ton- und Fotoarchiv. Einen Stock höher setzt Stefan Banz den Parkettboden im Großen Saal des OK real unter Wasser und sorgt für Wahrnehmungsirritationen. Vor dem Ausstieg ins Freie installieren Lang/Baumann eine luftgefüllte, zylinderförmige Blase, die sich durch eine Öffnung nach Außen Richtung Straße drängt. Auf dem Dach verwandelt Fujiko Nakaya ein unansehnliches Autoparkdeck mit zahlreichen Wasserdüsen in ein geheimnisvolles, windiges Nebelmeer. Auf einer großen Freifläche dahinter baut Jeppe Hein einen seiner spektakulären interaktiven Wasserpavillons.

 

Noch weiter oben wird das von Lüftungsgeräten dominierte Flachdach eines Einkaufzentrums zum Ausstellungsraum für Ursula Stalders systematisch geordneten Fundstücke aus der Lagune von Venedig. In einem, durch die Brücken von Jürg Conzett erschlossenen Glockenturm erzeugt Wolfgang Dorninger ‚falsche’ Windgeräusche mit der Replik einer barocken Windmaschine (aber nur, wenn sie von den BesucherInnen bedient wird). Beim Wiedereinstieg in das OK begrüßt Eduardo Coimbra mit einem Himmelspanorama aus Neonröhren. Vor dem Übergang in das ehemalige Klostergebäude produziert die Rauchmaschine von Pipilotti Rist wunderschöne, kurzlebige Luft-Blasen.

 

Im Dachgeschoß des Ursulinenhofes schwebt Pepi Maiers spiralenförmige Kupferrohr-Eisskulptur, vereist durch die Luftfeuchtigkeit im Raum und mithilfe einer Kältemaschine. Nach einem verwinkelten Einstieg in den Nordturm erreicht man schließlich den großen Dachboden der Ursulinenkirche. Dort sorgen Gisela Motta und Leandro Lima mit einer hydraulischen Neonwelle für eine entrückte blaue Stunde. Der letzte Ausstellungsort führt in das Hauptschiff der Kirche, den Janet Cardiff und George Bures Miller ab 9.Juli mit einem prominenten Lautsprecher-Kollegium in einen vierzigstimmigen Luft-Klangraum verwandeln. Daneben zeigen sich auf dem Rundweg kleinere künstlerische Interventionen, Wolkenbilder, Luftschlangen, und ein Blaues Kabinett der Elemente mit zahlreichen künstlerischen Objekten. Die lokalen Kunstvereine kooperieren mit eigenen Beiträgen in der Studiogalerie der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich. Schließlich wird die Ausstellung auch von einem eigenen Geisterpfad für Kinder durchkreuzt, der auf spielerische Weise in die imaginäre Welt seltsamer Himmels- und Wasserwesen führt.

 

Die beeindruckenden Installationen bilden Natur nicht bloß ab, sondern schaffen ästhetische Erlebnisräume. Empfinden und Wissen bewegen sich im Paarlauf durch die Ausstellung und sind in den einzelnen Stationen dramaturgisch miteinander verschränkt. Unsere Vorstellungen über die Natur – die Bilder, welche wir uns von ihr machen – sowie unsere Beziehung zu ihr werden ins Blickfeld gerückt. Die Natur wird dekonstruiert. Ein wichtiges Ziel der Kunst ist es, unsere Gewissheit zu verlieren (Eisenmann). Nichts ist dafür besser geeigneter, als ein Konzept des Staunens, das als Voraussetzung, Auslöser und Triebfeder des Wissensdurstes gilt.

 




 




 

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ArtCatalyse International
Brücke im Himmel

Ausstellung 12 Mai – 16 Oktober 2011. KO | Höhenrausch.2, OK Platz 1 - 4020 Linz (Österreich). Tel.: +43 732 784 178. Mon - Fr 12.00 - 22.00. Sa/So/Feiertage 10.00 - 22.00.

 

 

© ArtCatalyse International / Marika Prévosto 2011. Alle Rechte vorbehalten

Artists : Laurien Bachmann Stefan Banz, Erdal Buldun, Bow-Wow, Janet Cardiff, Eduardo Coimbra, Jürg Conzett, Claudia Czimek, Gino De Dominicis, Gerhard Dirmoser, Wolfgang Dorninger, Ronald Duarte, Jack Falanga, Ceal Floyer, Gianfranco Foschino, Dara Friedman, Shaun Gladwell, Laura Glusman, Shilpa Gupta, Hauenschild / Ritter, Jeppe Hein, Hund & Horn, Zilvinas Kempinas, Mathias Kessler, Isabelle Krieg, Katharina Lackner, William Lamson, Lang / Baumann, Pepi Maier, Angelika Middendorf, Vik Muniz, Gisela Motta / Leandro Lima, Fujiko Nakaya, Yoko Ono, Steve Poleskie, Werner Reitere, Pipilotti Rist, Ruri, Michael Sailstorfer, Eva Schlegel, Servaas, Roman Signer, Ursula Stalder.

Internationale Austellungen ergänzt 2011